IFAT 2026: Mit biointelligenten Umwelttechnologien gegen Ressourcenknappheit

Am 4. Mai 2026 startet in München die diesjährige IFAT, die Leitmesse für Umwelttechnologien. Das Fraunhofer IGB stellt dabei seine Verfahren und Technologien vor, um Abwasser und andere Rest- bzw. Abfallströme nachhaltig zu verwerten. Die Messe bietet eine ideale Möglichkeit, mit den Expertinnen und Experten des Instituts ins Gespräch zu kommen und mehr über ihre spannenden Themen wie Biomining, Nährstoffmanagement, Kreislaufwirtschaft und Viren-Detektion in Abwasser zu erfahren. Sie finden uns in Halle B2 am Stand 115.

Umwelttechnologien sind seit jeher ein Forschungsschwerpunkt des Fraunhofer IGB. Bei den am Institut erforschten und entwickelten Verfahren geht es nicht nur etwa darum, Abwasser zu reinigen oder Abfälle effizient zu entsorgen – vielmehr liegt der Fokus auf der Rückgewinnung von Nähr- und Wertstoffen, die sonst verloren gehen würden.

Gerade in Zeiten einer verschärfenden Ressourcenknappheit sind solche Verfahren und Technologien höchst gefragt. Um nur zwei aktuelle Beispiele zu nennen:

Seltene Erden: Recycling statt Abbau

Seltene Erden sind von entscheidender wirtschaftlicher Bedeutung, der Zugang zu diesen Ressourcen ist aber oft geographisch und politisch schwierig. Der Lösungsansatz des IGB lautet: Nicht abbauen, sondern zurückgewinnen – etwa aus Elektroschrott. Auf der IFAT zeigt das IGB einen entsprechenden Reaktor, mit dem sich mithilfe von Mikroorganismen – also auf biologischer Basis – wertvolle Metalle aus Schrott herauslösen und rückgewinnen lassen. Über die genutzten biologischen Verfahren – Biomining und Bioleaching – hat IGB-Wissenschaftler Dr. Lukas Kriem bereits einen ausführlichen Blogbeitrag auf Biointelligenz.de veröffentlicht: »Wie Bakterien und Algen zu Schatzsuchern werden – und warum das für uns alle wichtig ist«.

Dünger brauchen Nährstoffe – das IGB weiß, wo sie zu finden sind

Auch um Düngemittel herrscht global eine sich verschärfende Konkurrenz. Die zur Herstellung benötigten Nährstoffe sind heiß begehrt. Auch hier gilt die Maxime des IGB, vorhandene Nährstoffe aus bisher ungenutzten Quellen nutzbar zu machen – etwa aus Abfall- und Abwasserströmen. Mit seinen Rückgewinnungsverfahren richtet sich das IGB an Betreiber von Klär- und Biogasanlagen sowie an Unternehmen, die Nährstoffe aus ihren eigenen Abfallströmen zurückgewinnen und damit Ressourcen effizienter nutzen möchten.

In diesem Kontext sind auch Bioraffinerie-Konzepte des IGB auf der IFAT ein Thema, mit deren sich Abfälle, Reststoffe und Abwässer im Sinne einer kreislaufbasierten Bioökonomie nachhaltig verwerten lassen. Das Institut stellt auf der Messe verschiedene erfolgreiche Projektbeispiele vor.

Ressource Abwasser soll Viren-frei sein – das IGB bietet zuverlässige Nachweisverfahren

Beim Thema Abwasserverwertung steht beim IGB auch das Thema Sicherheit im Fokus – etwa durch unsichtbare biologische Gefahren wie Viren. Um solche Gesundheitsrisiken zu beseitigen, sind im ersten Schritt genaue Nachweisverfahren notwendig. Hier kann das IGB aufgrund seiner interdisziplinären Arbeitsweise Abhilfe leisten und leistungsstarke molekularbiologische Lösungen anbieten, die selbst geringste Viren-Belastungen zuverlässig erkennen können. Besonders relevant sind diese aufgrund der 2024 novellierten EU-Kommunalabwasserrichtlinie, in die erstmals ausdrücklich auch der Nachweis von Krankheitserregern aufgenommen wurde.

Kommen Sie mit uns auf der IFAT 2026 ins Gespräch!

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IGB freuen sich darauf, auf der IFAT 2026 mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und Ihnen Verfahren und Technologien für Ihren spezifischen Bedarf vorstellen zu dürfen. Kommen Sie vorbei und sprechen Sie uns an! Sie finden uns am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand: Halle B2, Stand 115.

Kommentar schreiben