Das Kompetenzzentrum Biointelligenz ist am Fraunhofer-Forschungscampus in Stuttgart zuhause. Anlässlich des Wissenschaftsfestivals Stuttgart 2026 gewährten die dort ansässigen Institute der breiten Öffentlichkeit einen Einblick in die bunte Welt der angewandten Wissenschaft. Auch das Kompetenzzentrum beteiligte sich an diesem Tag der offenen Tür und erläuterte den interessierten Gästen Biointelligenz anhand einer modularen Minifabrik zur autonomen Produktion von CAR-T-Zellen für die Krebstherapie.
Am Samstag, den 27. Juni 2026, trotzten rund 200 Besucherinnen und Besucher der grassierenden Hitzewelle und kamen ans Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart. Dort zeigten die fünf lokalen Institute ihre aktuellen Forschungsarbeiten und -projekte. Bei Führungen durch die Labore und Technika sowie an Infoständen im Foyer des Institutszentrums gewährten sie der breiten Öffentlichkeit einen einmaligen Einblick in die Fraunhofer-Forschung. So konnten die Gäste hautnah erleben, wie aus Ideen und Erkenntnissen aus der Wissenschaft am Ende konkrete Anwendungen entstehen, die das Leben und Arbeiten der Menschen verbessern.
Tag der offenen Tür 2026 am Fraunhofer-Campus Stuttgart
Dieses Ziel verfolgt auch das Kompetenzzentrum Biointelligenz. Nicht verwunderlich also, dass das Zentrum am Fraunhofer-Campus in Stuttgart angesiedelt ist. So ließ es sich das Team des Kompetenzzentrum nicht nehmen, sich am Tag der offenen Tür des Institutszentrums zu beteiligen. An einem Infostand im Foyer des Instituts, dem zentralen Treffpunkt des Besuchertags, informierten die Kolleginnen und Kollegen darüber, was biointelligente Forschung ist und ausmacht.
Zellfabrik für die Krebstherapie: So macht Biointelligenz unser Leben besser!
Als konkretes Anschauungsbeispiel zeigten die Biointelligenz-Experten eine CAR-T-Kassette. Dabei handelt es sich um ein Modul für eine automatisierte »Minifabrik« für CAR-T-Zellen für die Krebstherapie. Diese ermöglicht eine einfache und standardisierte Herstellung von personalisierten CAR-T-Zellen. Mithilfe solcher Module lässt sich die Zellenproduktion schneller, günstiger und in hoher Qualität umsetzen – auch dezentral, etwa an Universitätskliniken, und unter GMP-Bedingungen (good manufacturing practice: ein Qualitätsstandard u.a. für medizinische Produktionsanlagen).
Im Fokus steht dabei auch der bislang schwierige Einsatz von CAR-T-Zellen gegen solide Tumoren, exemplarisch am Gallengangkarzinom. Das Kompetenzzentrum Biointelligenz deckt dabei die gesamte Prozesskette ab – von der Entwicklung über die digitalisierte Produktion bis hin zu Wirksamkeitstests und Qualitätssicherung.
»Sowas ist möglich?« – Gäste staunen über biointelligente Innovationen
Beim Tag der offenen Tür sprachen Dr. Robert Miehe vom Fraunhofer IPA und sein Team mit den Gästen darüber, was biointelligente Forschung erreichen kann. Etwa die entscheidende Verbesserung von Krebstherapien mithilfe der CAR-T-Zellen-Minifabrik.
Interessierte und teilweise erstaunte Rückfragen der Besuchenden wie »Das geht?«, »Das hätte es vor 30 Jahren schon geben sollen!« oder »Wann ist das marktreif?« spiegeln anschaulich wieder, wie faszinierend das Thema Biointelligenz nicht nur für Forschende, sondern auch für den normalen Bürger ist.
Wir haben uns sehr gefreut, zahlreiche Gäste an unserem Infostand begrüßen zu dürfen, und hoffen, dass wir die Biointelligenz den Menschen näherbringen konnten. Beim nächsten Wissenschaftsfestival in Stuttgart in zwei Jahren gibt es hoffentlich wieder die Gelegenheit, unser Kompetenzzentrum kennenzulernen.
