Seit Juli 2025 arbeitet das S-TEC Zentrum für Biointelligente Wertschöpfung (S-TEC ZBW) daran, Biologie, Technologie und Informatik zu einer neuen Form der Wertschöpfung zu verschmelzen. Gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg bündeln in der „Biointelligence Engine“ das Fraunhofer IPA, das Fraunhofer IGB, die Universität Stuttgart und die Universität Hohenheim ihre Kompetenzen in einem ganzheitlichen Transferansatz. Ob Einstieg oder Skalierung: Wir helfen Unternehmen, Potenziale zu erkennen, Konzepte zu entwickeln und Projekte umzusetzen So wird Biointelligenz zur konkreten Lösung für reale Herausforderungen.
Die Organisationsstruktur des S-TEC Zentrums ist klar definiert: Vier Zentrumsleitungen koordinieren die internen Abläufe, während ein Lenkungskreis mit Vertretern der vier Institutionen sowie des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg für die strategische Abstimmung sorgt. Zentrumsleitung und Lenkungskreis sind zudem dafür zuständig, eingereichte Projektbewerbungen von Unternehmen zu begutachten und geeignete Projekte zur Förderung auszuwählen. Unternehmen können sich jeweils zum 15. eines Monats auf Projektformate bewerben und so aktiv an der Entwicklung und Umsetzung biointelligenter Lösungen mitwirken. Weitere Informationen zu den Projektformaten und Bewerbungsmodalitäten finden Sie auf unserer Website: https://s-tec.de/zentren/the-biointelligence-engine/
Im Mittelpunkt des Großprojektes stehen die Durchführung und Weiterentwicklung von Transferprojekten sowie ein breit gefächertes Transferprogramm.

Projektformate und Themenschwerpunkte
Das Interesse der Industrie am S-TEC Zentrum ist groß: Bislang wurden 47 Bewerbungen eingereicht, von denen bereits mehr als 35 Projekte bewilligt wurden. Die Formate Quick Check, Exploring Projekt und Feasibility Study sind flexibel gestaltet, um gezielt auf aktuelle Bedarfe und Herausforderungen der Unternehmen einzugehen.
- Quick Checks: Schnelle Analyse von Chancen und Herausforderungen in ein bis zwei Workshops.
- Exploring Projects: Entwicklung und Integration biointelligenter Konzepte in die Unternehmensstrategie.
- Feasibility Studies: Technologische Machbarkeitsstudien und Prototypenentwicklung.
Die bewilligten Projekte decken ein breites Spektrum ab – von personalisierter Medizin, ATMP-Produktion, Tissue Engineering und (Bio-)Sensorik über datengetriebene Bioprozessoptimierung, nachhaltige Wertschöpfung, Automatisierung und Biomining bis hin zu alternativen Proteinen, Indoor-Farming, Food Monitoring, Agrarrobotik und biointelligenten Produktionssystemen für Mikroalgen. Parallel dazu werden neue Strategien und Geschäftsmodelle entwickelt, um biointelligente Innovationen ganzheitlich in die Praxis zu überführen.
Transferprogramm und Mobilisierung von Wissen
Ein wichtiger Meilenstein für The Biointelligence Engine war die offizielle Eröffnung des Zentrums auf dem Biointelligence Summit in Stuttgart am 07.10.2025: Mehr als 120 Teilnehmende aus Industrie, Wissenschaft und Politik diskutierten neuste Technologie, regulatorische Hürden, Marktfragen und technologischen Fortschritt. Es folgte der Kick-off am Fraunhofer IPA im November 2025. Über 60 Teammitglieder des S-TEC Zentrums aus den beteiligten Instituten erarbeiteten in Workshops die inhaltliche Ausgestaltung und Struktur der Transferprojekte sowie des Transferprogramms, das nun im engen Austausch weiterentwickelt und durchgeführt wird.
Aktuell laufen die Planungen für verschiedene Cluster Workshop-Reihen, eine Ringvorlesung zur Biointelligenz sowie weitere Netzwerkveranstaltungen. Ein Highlight ist der Biointelligenz Kongress, der in diesem Jahr in der Messe Stuttgart stattfinden soll. Weitere Informationen zum Kongress finden Sie hier. Alle geplanten Veranstaltungen und aktuelle Termine des S-TEC Zentrums sind zudem jederzeit auf der Website verfügbar: https://s-tec.de/zentren/the-biointelligence-engine/
Ausblick
Die Reise des S-TEC ZBW hat gerade erst begonnen. Mit klaren Strukturen, einem engagierten Team und einem intensiven Austausch zwischen Forschung und Industrie nimmt das Zentrum Fahrt auf. Die nächsten Monate versprechen die Umsetzung konkreter Projekte, die Weiterentwicklung von Transferformaten und den Ausbau von Netzwerken, um Biointelligenz als Treiber nachhaltiger Wertschöpfung in Baden-Württemberg und darüber hinaus zu etablieren.
